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Pokhara -
Kathmandu
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Pokhara
Nach 3 Stunden endete die Fahrt in Sonauli. Hier boten sich etliche
Rickshaws für den nur 1km langen Weg bis Nepal an. Ich zog es vor zu
Fuss zu gehen und hätte fast das kleine indische Visa-Büro übersehen.
Dass es sich um eine Landesgrenze handelt. erkannte man erst an einem
Torbogen mit dem Hinweis, dass man Indien verlässt. An dem nepalischen
Immigrations-Büro wäre ich auch beinahe vorbeigelaufen, denn die
Einheimischen passierten die Grenze ohne jede Kontrolle. Später traf ich
Leute, denen die unscheinbaren Grenzposten nicht aufgefallen waren und
ohne Ausreise- und Einreise-Stempel im Pass sich einiger Behördenwillkür
ausgesetzt sahen. Für den ,Fall des Falles' war das eine überwindbare
Grenze. Das erinnerte mich an meine erste Reise nach Ibiza.
1972 gab es eine Pockenepimedie in Deutschland und ich war nicht
vorschriftsmäßig geimpft. Kurz vor der spanischen Grenze verließ ich die Straße und
suchte meinen Weg entlang der schmalen Pyrenäen-Schlucht. Es regnete und
ich rutschte auch öfters aus. Aber danach war es einfach, denn man
benötigte keine Stempel im Pass.
Mehr als einen Monat Visa bekam man leider nicht bei der Einreise; man
konnte aber in Kathmandu zweimal um je einen Monat verlängern. Nach
einer Übernachtung im nahen Bhairawa fuhr ich direkt weiter
bis Pohkara und verzichetete leider auf einen Ausflug nach
Lumbini, dem nur 22 km entfernten Geburtsort von Buddha. Da wir gen
Osten fuhren, suchte ich mir einen Sitzplatz vorne auf der linken Seite
um die ganze Pracht der sich nähernden Himalaya-Gipfel bewundern zu
können. Und dafür musste ich kämpfen! Nach einigem Gerangel bekam ich
den begehrten Logen-Platz. Eine halbe Stunde später hatten wir mitten im
Terai - dem Himalaya zur Indus-Tiefebene vorgelagerten fruchtbaren
Hügelland - eine Reifenpanne. Nicht unglücklich über diesen Umstand verliess ich die
Strasse, um etwas Dschungel-Atmosphäre zu schnuppern und den unzähligen
Insekten und Vögeln zu lauschen. Die nervernden Moskitos hinterließen schnell
ihre Spuren und nach einer halben Stunde wurde ich zurückgerufen. Wenig
später befanden wir uns bereits mitten im Gebirge. Zur Rechten der
schmalen, kurvenreichen Straße strebten die Berge in die Höhe, während
sie zur Linken in den Felsenstränden oder bewaldeten Ufern des dahin
schlängelnden Fluss abfielen. Im Bus fragte man mich schmunzelnd, ob ich
Tigern begegnet wäre. Später sah ich Fotos von Bengal-Tigern, die für
teure Elefanten-Safaris in den Terai warben und erfuhr von Teilnehmern,
dass sie nie einem dieser letzten scheuen Exemplare begegnet waren.
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Strassenszene von Pokhara
In Pokhara lief mir ein kleiner Junge entgegegen und bot mir ein Zimmer an.
Seine alleinstehende Mutter reinigte gerade den Lehmboden. Zu meinem
Bedauern musste sie deshalb mit ihren paar Habseligkeiten und 3 Kindern in
den Ziegenstall umziehen, denn es war ihr einziger Wohnraum.
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Hans Grimm
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Haus in Pokhara
Fotos von Hans Grimm
Abends erstrahlte der Machapuchare goldgelben und man verstand warum er als Sitz von Amitabha, des Buddhas des grenzenlosen Lichts, gilt.
Wegen der vorgelagerten Position sah man ihn als ersten Berg der
Annapurnakette und für das Auge war es die höchste Erhebung. Die Spitze, die an einen Fischschwanz erinnert, verlieh ihm seinen Namen.
Seine Form, seine Position und seine religiöse Bedeutung machten ihn zu einem heiligen Berg. Dank einem seit 1964 geltendem Besteigungsverbot ist er so vom Bergsteiger-Tourismus verschont geblieben.
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Machapuchhare
Ich frühstückte meistens im 'Snow-Land', das von einem Schweizer
betrieben wurde. Danach genoß ich unter einem Banyan-Baum am Rande des
Phewa Sees mit einem Baba und ein paar anderen Freaks ein Chillum und lauschte
den schwärmerischen Berichten ihrer Trekking-Touren. Besonders der Jomosom Trek war sehr beliebt und der Charas aus diesem Gebiet war heissbegehrt. Er führte in Richtung des ehemaligen Buddishtischen Königreichs Mustang. Da es an Tibet grenzt, waren bis 1992 die Pforten zu diesem 'Shangri La' gesperrt. Gerne wäre ich dem Ruf der Schneeberge gefolgt, aber man benötigte nicht nur die entsprechende Ausrüstung sondern
auch ein Trekking-Permit. Das war im Moment nicht realisierbar und ich
beschränkte mich auf ein paar Tagesausflüge, um den Gipfeln etwas näher
zu kommen.
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Peter Engelhardt
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Insel mit Barahi Tempel - 1977
Vom Banyan Baum waren es nur ein paar hundert Meter zur Insel mit dem Barahi Tempel. In Erinnerung bleiben die Blutspuren nach den wöchtlichen Tieropfern, die Spiegelung des Annapurna-Massivs und dieser Horizont. So nahe und doch so fern von diesem Altar der Götter erschlossen sich wahrlich neue Horizonte.
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Barahi Tempel
Fotos von Peter Engelhardt
1977 konnte man noch trockenen Fusses über einen Steinpfad zur Insel gelangen. Doch durch die Stauung für die Stromversorgung im Jahre 1968 stieg
der Pegel stetig an. Mittlerweile liegt die Tempelinsel in der Mitte und der Phewa ist durch den hohen Sedimentgehalt der Zuflüsse
von Versandung bedroht. Dadurch wird er wieder kleiner und vielleicht kann man eines Tages die Insel wieder ohne Boot erreichen.
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Insel mit Barahi Tempel II - 2001
In Erinnerung bleiben auch die Begegungen mit den riesigen Spinnen, die einem unter den Bäumen und im Gestrüpp manchmal
etwas Furcht einjagten.
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Ting Po
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Phewa See mit Spinne Fotos von Ting Po
Mal wieder konnte ich diese Idylle nicht wirklich unbeschwert geniessen.
Im Gegensatz zu den Anderen musste ich eine Möglichkeit finden
Geld zu verdienen.
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Phewa See mit Spinne II Foto von Peter Engelhardt
Mit dem alten, gelben Schweizer Post-Bus -
dem ,Swiss Bus Service' vom 'Snowland' - fuhr ich 2 Wochen später nach
Kathmandu weiter, um dort mein Glück zu suchen.
weiter
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