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The Hippie trail

 
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Einleitung

- _1. Die Flucht
- _2. Tor zu Asien
- _3. Persien
- _4. Afghanistan
- _5. Pakistan
- _6. Indien
- _7. Nepal
- _8. Zurück nach Europa
6. Indien

Amritsar - Haridwar - Rishikesh - Manikaran - Pushkar
Bombay - Goa - Hampi - Dharamsala - Gorakhpur

 
Dharamsala

Nachdem ich den Schnüffeltest am bewachten Eingangstor bestanden hatte schaute ich mich etwas in diesem Freudentempel um. Bhagwan hielt gerade einen Vortrag und so gönnte ich mir einen Fruchtsalat im Cafe. Für die 5 Rupien die mich das kleine Schälchen kostete, hätte ich außerhalb des Ashrams 2 komplette Mahlzeiten essen können! Und nach einigem Zuhören und Zuschauen verspürte ich auch nicht das Verlangen auf die nächsten Belehrungen des 'Gesegneten' zu warten. Alle stolzierten mit den Attributen traditioneller Sannyasins - in orangefarbener Kleidung und Malas - und ihren gekauften Namen herum! Ein Sannyasi (oder Saddhu) ist in der Regel ein Bettelmönch und entsagt allem Weltlichen und wird deshalb sehr respektiert. Die meisten Hindus haben das Treiben in Poona deshalb eher als respektlos empfunden. Jetzt verstand ich meinen neuen Freund. In Goa hatte er mich vor Datura und falschen Freunden gewarnt und in Hampi vor diesem 'Guru'. Von dem wollte ich mich nicht ausbeuten lassen und verliess nach wenigen Stunden diesen von Geld gesegneten Ort und brach zu den Buddhas vom 'Dach der Welt' auf!

Mit dem Zug über Bombay nach Delhi und dann mit dem Bus durch die Vorläufer des Himalaya erreichte ich endlich Dharamsala, das auf einer Höhe von 1300 Metern liegt. Dann ging's 600 Meter höher nach Mc Leod Ganj, wo der Dalai Lama Exil gefunden und seine Residenz errichtet hatte. Umgeben von Mönchen und treuen Gefolgsleuten ist hier so ein kleines tibetisches Dorf entstanden. Hier verbrachte ich viele Wochen meditierend und wandernd!

Ich genoss das Alleinsein in dieser grandiosen Lanschaft und einer meiner Wege führte mich nach Triund. Es lag 3 bis 4 Stunden von Mc Leod Ganj entfernt auf einer Höhe von 3350 Metern. Von hier sah man die schneebedeckten Berge und sie schienen zum Greifen nahe. Ein Chai-Shop am Bach war der höchste Punkt, den ich erreichte. Ein beliebtes Ausflugsziel auch für Mönche. Hier begegnete ich einer Gruppe von Israelis, die sich über den Preis der Cola beschwerten. Es ging nur um ein paar Paisas, die mehr als gerechtfertigt waren. Auf dem schmalen und steilen Pfad wurden die Getränke 1450 Meter höher geschleppt.  Und das hat natürlich seinen Preis. Negative Vibrationen an einem so kraftvollen Ort! Ich verliess diese Szenerie und erinnerte mich an Jack Kerouac's "Gammler, Zen und hohe Berge" und die Abenteuer von Japhy Ryder und Ray Smith in der Sierra Nevada von Kalifornien.
 
 

 
 
 

Mönch am Bach
Foto von Sehvermögen

Wie sie hüpfent und springend das Matterhorn hinuntertanzten. Wenn man sich einmal überwunden hat fällt es leicht sich hinunterzustürzen. Das Buch hatte ich 1972 auf Ibiza gelesen und war fasziniert von ihren Haikus. Dazu fiel mir der Folgende ein:

Buddhaaltar nah
Der Fluss fliesst den Berg runter
Endlich loslassen
  Sehvermögen

 
 
 

Dhauladhar I

Ich wäre gerne höher empor gestiegen, aber mein Budjet reichte für die nötige Ausrüstung leider nicht aus. Mein Schlafsack war nicht für diese Höhe geeignet und auch meine Schuhe hätten den Anforderungen nicht standgehalten. Und auch hätte ich mich einer Gruppe anschließen müssen, denn auf so ein eiskaltes Abenteuer sollte man sich nicht alleine einlassen.
  Ardian Fu

 
 
 

Dhauladhar II

Ich setzte mich an den Rande des kleinen Plateaus auf einen Stein und blickte über Mc Leod Ganj bis Dharamsala hinunter.
 

 
 
 

Blick über Mc Leod Ganj bis Dharamsala
Fotos von Ardian Fu

Auf das 'kleine Tibet' mit seinen Wellblechhüten, Klöstern und Gebetsmühlen.
 

 
 
 

Wellblechhütten
Foto von Hans Grimm
  Hans Grimm

 
 
 

Kloster
  Peter Engelhardt

 
 
 

Gebetsmühlen
 

 
 
 

Brunnen
Fotos von Peter Engelhardt - 1979

Hier wohnte ich in den folgenden Wochen einigen Zeremonien bei, sah den debattierenden Mönchen zu und ihren von Hörnern begleiteteten Tänzen.
 

 
 
 

Debattierende Mönche

 

 
 
 

Tanzende Mönche

 

 
 
 

Hörnerblasende Mönche
Fotos von Sehvermögen

Ein paar Jahre später wurde ich zum eingeweihten Buddhisten; mehr darüber am Ende meiner Geschichte. Mein Visum lief aus, und ich musste Indien, nach einem halben Jahr voller Momente der Freude und außergewöhnlichen Erfahrungen verlassen. So machte ich mich auf den Weg nach Nepal.


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© by Chris De Bié admin: 27.09.2011