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An der Persischen Grenze wurde man von einem über den Wolken schwebenden 'Shah in Shah' begrüsst. Das Bild des 'Königs der Könige' war mindestens 5 Meter hoch.
Fotomontage von Matthias Jürgens
Der Reichtum des Landes war nicht zu übersehen. Auf gut ausgebauten Strassen ging es durch eine Wüstenlandschaft und die Kamele wichen nur störrisch von der Fahrbahn. Hitzewellen schwebten am Horizont.
Teheran war nicht sehr orientalisch. Eher wie ein 'New York' des nahen Ostens. Ich fuhr zum 'Amir Kabir Hotel', von dem ich in Istanbul gehört hatte. Wieder so ein Treffpunkt. Die Magic Bus Gruppe war immer noch auf der Suche nach was zu rauchen. Sie waren nicht die Einzigen. Alle wollten sofort weiter nach Afghanistan. Erst recht, nachdem man den Geschichten der rückkehrenden Freaks gelauscht hatte.
Bei dem Lärm und der Hitze konnte ich kaum schlafen. Bei Sonnenaufgang machte ich mich auf den Weg zum Busbahnhof. Der Bus nach Kabul füllte sich langsam mit Leuten aus aller Welt. die erwartungs- und hoffnungsvoll auf dem Weg ins 'Gelobte Land' waren. Ich freundete mich mit Francesco und Maurizio an. Ein schwules Paar aus Florenz. Dort hatten sie einen kleinen Laden mit Holzspielzeug, dass sie auch dort herstellten. Sie hatten nur einen Monat Zeit und blieben deshalb in Afghanistan. Nach Indien wollten sie im nächsten Jahr fliegen. 1976 war das Fliegen sehr viel teurer als heute. Das war einer Gründe, auf dem Landwege nach Indien zu reisen. Eine langsame Akklimatisierung und langsames Gewöhnen an neue Kulturen waren ein Anderer. Heute wäre es überland teurer und noch abenteuerlicher.
Zu meiner Rechten saß ein französisches Paar. Antoine und Chantall aus Paris. Sie freuten sich auf Goa, wo Freunde auf sie warteten. Wir verabredeten uns für Weihnachten dort. Chantall las ein Buch über Milarepa, und ich studierte eine afghanische Landkarte. Maurizio schlief auf dem Schoss seines Freundes. Die meisten meiner Mitreisenden schliefen, wahrscheinlich mit süßen Träumen.
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Matthias Jürgens
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