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Arte Theurgica

oder "Die Kunst der Dämonenabwehr"

Dämonen sind negative Denkformen, böse Energien und eigene Projektionen, innere und äußere, und sie sind im Moment der Wahrnehmung durchaus existent. Es sind die dunklen Kräfte in uns, die wir grundsätzlich aus unserem Bewusstsein fernhalten, dafür aber außerhalb unserer selbst konkrete Gestalt annehmen lassen, in der sie sich dann gegen uns wenden. Das sind die Geister, die wir nicht nur selbst rufen, sondern sogar selbst erzeugen.

Im tibetischen Buddhismus (Vajrayana) kennt man die fünf Geistesgifte: Hass, Neid, Gier, Stolz und Zorn. Und diesen Dämonen begegnen wir auch in den Bardos - den Zwischentodzuständen. Jemand, der sich z.B. zu Tode gefressen hat, wird sich als Hungergeist vor einem riesigen Berg von Nahrung finden, kann aber nichts verschlingen, weil er einen zu dünnen Hals hat.

Es sind also negative Ausstrahlungswirkungen, die sich normalerweise der Kontrolle durch das Bewusstsein entziehen, aber das Wohlbefinden untergraben und die spirituelle Entwicklung erschweren oder verhindern. Alles was sich dem Erlangen der Freiheit in den Weg stellt ist letztlich dämonisch.

Dämonenschrecke sind Wesen des Lichts, im Gewande der Nacht.
So wie die Dämonen der schwarzen Magie verschworen sind, stehen sie für das Gute und zieren und schützen Kultstätten verschiedenster Religionen und Kulturen. Und als Gargouls, als Wasserspeier, quillt aus ihnen das Lebenselixier.
Mischwesen, die nur die Feinde verängstigen, nicht aber die Eingeweihten.

In China stellt man Spiegel ins Fenster – der Dämon erschreckt sich vor seinem Spiegelbild. Bei den nordamerikanischen Indianern sind es die Totempfähle. Darstellungen von Schutzgeistern, die in der Regel die mythischen Ahnentiere eines Stammes verkörpern.

Im Vajrayana kennt man die rasenden oder zornvollen Gottheiten, wie z.B. Mahakala und Kalachakra. Man visuallisiert diese im Geiste oder integriert sie in Mandalas auf Leinwand (Thangkas), auf Amuletten mit dem Namen des Trägers oder in vergänglichen Mandalas aus Farbstaub auf dem Boden. Dann gibt es noch die Fadenkreuze, spinnennetzartige Objekte in denen sich die Dämonen verfangen.

"Notre Dame" Paris ist berühmt für seine theurgische Kunst.
Die Entdeckung dieser Mischwesen auch am Kölner Dom und die Suche nach deren Bedeutung und Ursprung brachte mich schließlich auch zu meiner "Arte Theurgica", wie ich frei die Kunst der Dämonenabwehr übersetzte. So erscheinen meine Werke auch manchmal archaisch, nicht nur weil ich bevorzugt mit Knochen, Schädeln, Hörnern und dergleichen arbeite. Die ersten Schmuckstücke der Menschheit waren aus Knochen gefertigt. Im Schamanismus gibt es den Glauben, dass man aus den Knochen toter Tiere und auch Menschen neues Leben erschaffen kann.

Ich versuche mit meinen Fähigkeiten und Erfahrungen, der entsprechenden Motivation, viel Intuition, meiner geistigen Energie und natürlichen Materialien, Objekte zu schaffen, die stark genug sind, negativen Energien entgegen zu wirken. Ich arbeite an einer Symbiose der Kulturen,
und sage dazu:

"Wer mich Eklektiker nennt,
beschimpft mich nicht, sondern bestätigt mich in der Vielfalt der Phantasie;
nämlich in meinem Handwerk der Sinne,
Widersprüche der Kulturen zwischen Ost und West zu vereinen;
in meinem Kopf – in meinem Handwerk der Sinne."
 
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© by Chris De Bié admin: 28.02.2016